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Antisemitismus im Jahr 2015: 405 Fälle

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet bleibt das Thema Antsemitismus. Kein Grund zur Annahme, dass es ihn nicht gäbe.

„Für das Jahr 2015 ermittelte Rias (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus) 405 antisemitische Vorfälle in Berlin – von Pöbeleien in der S-Bahn über die Schändung von Gedenkstätten, antisemitische Schmierereien und Flyer bis hin zu handfesten Angriffen auf der Straße. Der Polizei waren nur 183 bekannt.“

Die SZ berichtete (01.08.16) unter Berufung auf den Spiegel, die Stelle wolle ihre Arbeit in Zukunft auch auf andere Bundesländer ausweiten. Bisher ist man nur in Berlin tätig.

Quelle: SZ

 

Weniger Flüchtlinge, mehr Angriffe auf ihre Unterkünfte

„Obwohl die Zahl der ankommenden Flüchtlinge in Deutschland stetig sinkt, nehmen Angriffe gegen Unterkünfte für Asylsuchende weiter zu. 2016 hat es bereits 665 Straftaten gegen Asylunterkünfte gegeben, teilte das Bundeskriminalamt mit.“ Im selben Zeitraum zählte die Antonio-Amadeu-Stiftung bisher 755 Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden laut BKA 202 Angriffe gezählt (1031 Straftaten für das Gesamtjahr 2015), in der ersten Jahreshälfte 2014 waren es noch 199.

Auch auf steigende Zahlen von Straftaten, Aufrufe dazu und rechte Kommentare im Netz sowie mögliche Zusammenhänge wies die Amadeu-Antonio-Stiftung bereits Ende Juni hin.

Quellen:

Tagesspiegel

Amadeu-Antonio-Stiftung

 

Waffenfund bei rassistischem Hetzer

Die Polizei ermittelt gegen einen 58-Jährigen wegen Volksverhetzung, Beleidigung und zahlreichen Verstößen nach dem Waffengesetz. Bei einer Hausdurchsuchung aufgrund vorangegangener rassischter Kommentare im Internet fanden die Beamten zahlreiche Messer, Samurai-Schwerter, Dolche, Elektroschockgeräte, Schlagringe, Schlagstöcke, eine Armbrust, Pfeil und Bogen, verschiedene Vorderladergewehre und Pistolen, mehrere Druckluft- und Schreckschusspistolen, zwei vermutlich funktionsfähige Langwaffen und entsprechende Munition sowie eine selbstgefertigte Schusswaffe samt Munition.

Pressebericht der Polizei vom 20.07.2016